Museen von Massa Marittima

Die Museen von Massa Marittima

Geschichte, Kunst und Tradition

Massa Marittima bietet eine vielfältige Museumslandschaft, die die Geschichte, Traditionen und Kunst dieser faszinierenden toskanischen Stadt erzählt. Von alten Handwerksberufen bis hin zur sakralen Kunst – jedes Museum ermöglicht eine einzigartige Reise in die Vergangenheit und das kulturelle Erbe der Region.

Archäologisches Museum

Das Archäologische Museum Giovannangelo Camporeale, untergebracht im historischen Palazzo del Podestà mit Blick auf die Piazza del Duomo, erzählt die Ursprünge von Massa Marittima und seiner Umgebung. Es führt die Besucher auf eine Zeitreise vom frühen Paläolithikum bis zur etruskischen Epoche.

Im Erdgeschoss widmet sich eine Abteilung der Vorgeschichte und zeigt Funde aus zahlreichen Höhlen der Region, die die frühzeitige menschliche Präsenz belegen. Zu den bedeutendsten Exponaten zählen die Stele von Vado all’Arancio aus dem Neolithikum und ein fossiler Abdruck eines Oreopithecus bambolii, eines Hominiden, der 1871 in den Braunkohleminen von Montebamboli entdeckt wurde.

Das erste Obergeschoss ist der etruskischen Epoche gewidmet und beherbergt Funde aus den Ausgrabungen am Lago dell’Accesa, wo eine Siedlung und eine Nekropole entdeckt wurden. Die enge Verbindung zum Bergbau gibt wertvolle Einblicke in die wirtschaftliche und soziale Organisation der antiken etruskischen Zivilisation.

Ein Museum, das die tiefe Verbindung zwischen dem Land und seiner jahrtausendealten Geschichte würdigt und ein bedeutender Anlaufpunkt für Liebhaber der Archäologie und antiken Kulturen ist.

Subterraneo Museum

Bergwerksmuseum

Eine faszinierende Reise ins Herz der Colline Metallifere. Das Bergwerksmuseum, das sich in den Stollen unter Massa Marittima befindet, ermöglicht einen einzigartigen Einblick in das Leben und die Arbeit der Bergleute.

Der unterirdische Rundgang erstreckt sich über etwa 700 Meter und führt durch teils natürliche, teils gegrabene Gänge, die ursprünglich zur Steingewinnung genutzt und später während des Zweiten Weltkriegs als Luftschutzbunker verwendet wurden.

Das von ehemaligen Bergleuten gestaltete Museum stellt das Arbeitsumfeld authentisch nach und zeigt Holzlager, Sprengstoffdepots, Kantinen, Maschinen, Stollenausbau-Techniken und verschiedene Abbaumethoden. Eine immersive Erfahrung, die das alltägliche Leben und die harte Arbeit im Bergbau nachzeichnet.

Seit 2023 bereichert das Subterraneo, ein neues integriertes Museumszentrum, die Ausstellung mit drei zusätzlichen Räumen, die der Bergbaugeschichte der Region gewidmet sind. Hier können Besucher anhand von historischen Karten, Arbeitsgeräten, Mineralienproben und multimedialen Inhalten die historischen und sozialen Aspekte des Bergbaus vertiefen.

Ein Ort von großer historischer und kultureller Bedeutung, der die enge Verbindung von Massa Marittima mit dem Bergbau detailliert erzählt.

Antike Schreinerei

Eine Zeitreise in die Vergangenheit des Schreinerhandwerks und der Kunst des Handwerks: Das Museum der Antiken Schreinerei, gelegen im ältesten Teil von Massa Marittima, ist eine originalgetreue Nachbildung der historischen Werkstatt der Familie Forgeschi aus Gerfalco (Montieri).

Hier sind Werkzeuge, Geräte und originale Maschinen ausgestellt, die von fünf Generationen von Schreinern genutzt wurden – von Ende des 19. Jahrhunderts bis 1990. Die Ausstellung erzählt die Entwicklung des Handwerks, indem sie zeigt, wie die Einführung der ersten Maschinen wie Hobel und Sägen den Übergang von reiner Handarbeit zur Mechanisierung markierte.

Ein Museum, das die Handwerkskunst, den Einfallsreichtum und die Kreativität der Kunsthandwerker ehrt und einen faszinierenden Einblick in die Tradition und technologische Entwicklung des Schreinerberufs bietet.

Antike Ölmühle

Ein einzigartiges Beispiel industrieller Archäologie, die eng mit der bäuerlichen Kultur verbunden ist. Die Antike Ölmühle von Massa Marittima, die aus dem späten 18. Jahrhundert stammt, bietet einen authentischen Einblick in die traditionellen Methoden der Olivenölproduktion, die über Jahrhunderte hinweg unverändert blieben – bis zum Aufkommen moderner Technologien.

Die Mühle war bis nach dem Zweiten Weltkrieg in Betrieb und wurde 1990 restauriert. Nach einer langen Schließungszeit wurde sie im März 2023 wieder für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Die gesamte Produktionsanlage ist vollständig erhalten, einschließlich des Granit-Mahlwerks, das von einem Maultier angetrieben wurde, sowie des hölzernen Zahnradmechanismus und der Eichenholzpresse, die zum Pressen der Olivenpaste diente.

Unter den ausgestellten Werkzeugen befinden sich Bruscole, geflochtene Strohsäcke zur Aufbewahrung der Olivenpaste, Messbecher für den Ölverkauf sowie Geräte zur Gerstenröstung. Am Eingang sind noch die Instrumente für den Verkauf von nativem Olivenöl, Tresteröl und „Fondata“, einem Öl, das zur Beleuchtung verwendet wurde, sichtbar.

Ein Ort, der die Arbeit und das tägliche Leben einer verschwundenen landwirtschaftlichen Gemeinschaft erzählt und Besuchern eine einzigartige Reise in die Tradition und Geschichte der Maremma bietet.

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Corso Armando Diaz 63, Massa Marittima (GR)

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